Meinungen und Presse

Der Oberflächenforscher - Märkische Oderzeitung

MOZ Sonnabend/Sonntag, 20./21. August 2016 Journal

Der Oberflächenforscher

Karsten Kelsch tupft, kratzt, reißt und schichtet bisweilen raumgreifende Papierarbeiten. Mit ihnen ist er immer wieder auch beim Brandenburgischen Kunstpreis vertreten / Von Thomas Joerdens

Eines Tages gegen Ende der 1990er-Jahre stellte sich Karsten Kelsch die entscheidende Frage: „Wie soll es weitergehen?“-. Die Antwort war längst klar, aber der Weg nicht...

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Ausstellung Haus 8, Kiel - März 2016

Kiel, Kunsthaus Haus 8

Von Sabine Tholund / Kieler Nachrichten

... Nach Fotografien entstehen die großformatigen Gemälde von Sabine Drasen, die ein reizvolles Spiel mit der Unschärfe spielt; durch Papierschichtungen verleiht Karsten Kelsch einer abstrakten Komposition den unverhofften Eindruck von Dreidimensionalität. Mit impressionistisch anmutenden Landschaftszeichnungen, die durch konsequente Strichführung das strukturelle Moment betonen, setzt Marion Angulanza eindrucksvolle grafische Akzent, ähnlich wie E. Doelle, die mit einer kleinformatigen Serie beweist, wie...

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Ausstellung Galerie Bernau - Juli 2014

Können Sie Faltboot?

Zur neuen Ausstellung „Fluss des Moments“ in der Galerie Bernau

Sabine Miereke / Kuratorin

Kelschs Material ist Papier. Aus dem lässt er Landschaften entstehen, indem er Lagen gerissener Papierbahnen übereinander schichtet, die an der Unterseite gestaffelt sind und, sich überlagernd, Tiefenwirkung erzeugen. Mit den Struktur gebenden Bemalungen auf Papier auf Papier auf Papier erschafft er fiktionale Raumvorstellungen, die den Betrachter in seine Sicht von Welt im Landschaftsausschnitt mitnehmen. Grafische Zeichen, eruptiv verdichtet, sich wieder auflösend und teilweise kratzend bearbeitet, spannen sich über die ...

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Märkische Oderzeitung - 15.7.2014

Realität und Fantasie

Den Veranstaltern der Galerie Bernau ist mit der Vernissage am Freitag zur Ausstellung "Fluss des Moments" ein in vieler Hinsicht besonderer Wurf gelungen. Wenn der Titel der Ausstellung auch mehr als rätselhaft erscheint, gibt die Schau dann aber viele Antworten.

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Info-Radio Kultur

Kunst im Weinberg

... die Holzschnitte von Karsten Kelsch. In den atmosphärischen Bildern zeigt der brandenburgische Künstler die Zerstörung der Natur - vom Tagebau verödete Landschaften, von schwarzen Schmelzlöchern gezeichnete Gletscher. - und unterstreicht sie noch mit den passenden Geräuschen.

So ist es weder Heile Welt noch bloßes Kunst-Event, was man im Luckauer Weinberg zu sehen bekommt. Vielmehr gelingt es den Künstlern immer wieder die Einheit von Kunst und Natur auf erfrischend unterschiedliche und sinnliche Art zu hinterfragen. So dass sich ein Besuch des Weinbergs mit seinen Gewölben durchaus lohnt.

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Potsdamer Neueste Nachrichten - 28.07.2011

Mit Papierboten in den Appalachen
von Richard Rabensaat

Und im Hintergrund fließt ein Wasserfall. Die Papierboote von Gregor Krampitz vor der vagen Landschaftsmalerei von Karsten Kelsch.

Karsten Kelsch und Gregor Krampitz zeigen eine Panorama-Installation in der Produzentengalerie M

Auf dem Boden der Produzentengalerie des Brandenburgischen Verbandes Bildender Künstler (BVBK) schwimmt eine Mini-Armada aus drei großen Papierbooten. Unter der Decke hängt ein Geschwader von Flugzeugen, ebenfalls aus Papier gefaltet. Im Hintergrund, locker mit schwarzer Farbe auf weißem Untergrund gemalt, rauscht ein Wasserfall in die Tiefe, auf der anderen Seite erhebt sich ein hügeliges Bergpanorama. „Fernweh“, so der Ausstellungstitel, macht sich breit.

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Maerkische Allgemeine 13.8.2011

Schiffchen und Papierflieger Ausstellung Fernweh

... Eine Installation von Karsten Kelsch und Gregor Krampitz fordert auf zu einer sommerlichen Reise in die fern-nahe Welt der Kunst mit ihren assoziativen Angeboten. 

Gegenständliches und Ungegenständliches hat sich gefunden. Auf weißen, raumhohen Papierbahnen entfalten sich zwei schwarz-weiße Pinselarbeiten, die aus Absicht und Zufall in der Flächenfüllung ihre Wirkung beziehen. Das eine, vor allem aus vertikal gesetzten Strukturen und Flächen geschaffene Blatt lässt die Vorstellung eines Wasserfalles entstehen, ergänzt durch drei davor, leicht erhöht gesetzte, stark vergrößerte Papierschiffchen aus starkem Karton.  

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Urstromtal

Landschaftliche Strukturen auf ein Minimum reduziert, breiten sich wie ein unregelmäßiges Netzwerk im angedeuteten Raum eines stilisierten Urstromtales aus. Ein rhythmisches Gefüge von transparenten Farbflecken und abrupt gesetzten, teilweise vibrierenden und unterbrochenen Lineaturen, die wie Einkerbungen das Profil und die Weite der Landschaft erahnen lassen. Darin wirkt der rote Traktor wie ein Signal in einer anonymen Gegend. Als Bildausriss auf die geneigte Horizontale des ansonsten flächig angelegten Bildraums gesetzt, markiert und belebt er diesen ähnlich wie die dunkle Silhouette eines Dorfes mit niedrigen, unter dem drohend bewölktem Himmel geduckten Häusern. 

Herbert Schirmer (Kunsthistoriker), Luckau 2010

Lausitzer Rundschau 08.04.2010

„Spektrale zieht ins ehemalige Museum“

19 Künstler sind von der Jury ausgewählt, die Spektrale zu gestalten. Was ist unter dem Titel „Schauplatz Gegenwart“ zu erwarten?

Herbert Schirmer: Die meisten Arbeiten setzen sich ganz konkret mit der Situation gegenwärtigen Daseins in Brandenburg auseinander. Anthropologische Fragen schwingen im Hintergrund mit, politische Zusammenhänge ebenfalls, auch viel Zwischenmenschliches.

Können Sie uns schon konkrete Beispiele verraten?

... Karsten Kelsch aus Bernau hat eine sehr raffinierte Arbeit über ein Urstromtal geschaffen. Er hat Tapetenrollen mit Grafiken überzogen und übereinander geklebt, so dass sie bis auf den Fußboden rollen. Eine sehr strenge Arbeit, mittendrin ein roter Traktor.

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